Dock B Zürich

Flughafen-Zürich

Flughafen Zürich Dock B 2
Flughafen Zürich Dock B 3
Flughafen Zürich Dock B 4
Flughafen Zürich Dock B 5

Neues Fingerdock für den Flughafen Zürich

Mit dem Projekt Zürich 2010 setzte die Flughafen Zürich AG die Vorgaben des Schengener Abkommens für die Passagierinfrastruktur um. Zu den Massnahmen, die zur Einführung des freien Personenverkehrs mit den Schengen-Staaten notwendig waren, gehörte die Trennung der Flughafeninfrastruktur in Schengen- und Non-Schengen-Bereiche. Um den aus der Aufteilung der Flughafeninfrastruktur resultierenden Kapazitätsverlust auch langfristig auf qualitativ hohem Niveau kompensieren zu können, fand ein Rückbau des Fingerdocks aus den 1970er Jahren statt. An dessen Stelle enstand das Dock B.
Das Gebäude ist ein Fingerdock auf zwei Ebenen, unterteilt in einen Schengen- und einen Non-Schengen-Bereich, mit 9 Dockgates und 8 Busgates. Auf den einzelnen Ebenen sind weitere Einrichtungen untergebracht, wie Gastronomie- und Kommerzflächen, Wartezonen, Transferschalter, eine Besucherterrasse sowie Technik-, Infrastruktur- und Sicherheitsbereiche. Durch die einfache, grossflächige Dachkonstruktion folgt das Gebäude in seiner Form dem Flughafen. Massgebend ist der städtebauliche Bezug zum zentralen Airside Center, dessen Materialität auch im Innern des Gebäudes aufgenommen wurde.

Schengen-Grenze als besondere Herausforderung

Bei diesem Grossprojekt hatte sich die Totalunternehmerin HRS besonderen Herausforderungen zu stellen. So war während der Realisierung des Docks B der Flughafen stets in Betrieb. Auch die strikte, dokumentensichere Trennung zwischen Schengen- und Non-Schengen-Bereich forderte von den Fachleuten ihr ganzes Können. Dokumentensicher bedeutete: Alle Öffnungen und Fugen zwischen dem Schengen- und dem Non Schengen-Bereich mussten so ausgebildet werden, dass kein noch so kleiner Ausweis hindurchgeschoben oder darüber geworfen werden kann. Grosse Aufmerksamkeit verlangten auch die zu berücksichtigenden Bautoleranzen aufgrund der Wiederverwendung der bestehenden Stahlkonstruktion aus den 1970er Jahren. Sie waren grösser als sonst üblich. Angesichts der Komplexität der Aufgabe war die Bauzeit kurz. Ebenfalls als Besonderheit erwähnenswert sind die umfangreiche Haustechnik und die Flugzeug-Energieversorgung, die beide kaum sichtbar für den Besucher in die Konstruktion integriert wurden, und nicht zuletzt das Arbeiten in einer lärmigen und vibrierenden Umgebung.

Informationen

Bauherrschaft
Flughafen Zürich AG Constructional Facility Management

Leistungsumfang HRS
Totalunternehmerin mit der vollen Kosten-, Qualitäts- und Termingarantie

Architektur
Burckhardt + Partner AG

Grundstücksfläche
35'000 m2

Gesamtkosten
rund CHF 145 Mio.

Bauzeit
2009 – 2011

Kontakt

HRS Real Estate AG
Siewerdtstrasse 8
8050 Zürich

+41 58 122 80 00
zuerich@hrs.ch

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